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Orgelfrühling Steiermark

Orgelfrühling Steiermark

Der Orgelfrühling Steiermark findet jährlich im Frühjahr an verschiedenen Spielorten in Graz und in der Steiermark statt. Gemeinsam engagieren sich Land und Bund, die Stadt Graz mit weiteren steirischen Städten und Gemeinden, die Kunstuniversität Graz, Pfarren, Tourismusverbände und Vereine sowie zahlreiche Privatinitiativen in diesem Festival für die Orgel und ihre vielfältigen Ausprägungen, vom traditionellen Kulturgut bis zum modernen High-Tech-Computer, vom kirchlichen Instrument bis zum virtuosen Bühnencharakter.

Auf dem Programm stehen Solokonzerte ebenso wie Orchester-, Kammermusik- und Crossover-Projekte mit der Orgel bzw. E-Orgel im Zentrum. Nachwuchstalente und junge PreisträgerInnen präsentieren sich im Orgelfrühling gleichwertig neben den bekanntesten SolistInnen des Fachs, historisches musikalisches Erbe steht neben neuen Ansätzen zu Transkription und Interpretation. Zeitgenössische Kompositionen finden ihren festen Platz im Spielplan, es entstehen neue Werke speziell für den Orgelfrühling und die Instrumente des ZfO (Zentrum für Orgelforschung Graz), die es durch ihre Mobilität erlauben, auch neue Spielorte in der Steiermark für das Instrument zu erschließen.

Literatur und Schauspiel bilden einen charakteristischen Schwerpunkt im Rahmen des Orgelfrühlings, der bewusst die Auseinandersetzung der sonst thematisch, weil konfessionell prädestinierten Orgel mit Texten der Weltliteratur sucht. Gemeinsame Produktionen mit der Kunstuniversität Graz brachten z. B. "Faust", "Schlafes Bruder", "An Offer You Can’t Refuse", "Höllenfahrt" und "Der Großinquisitor" im MUMUTH auf die Bühne. In den Regionen beschäftigte der Orgelfrühling sich zuletzt mit Texten von J. W. von Goethe, Thomas Mann und Eveline Hasler.

Die Adaption bedeutender Klavierliteratur, in 2019 die Erstaufführung zweier Konzerte von Joh. Seb. Bach mit Orgel und Orchester, zeigen neue Möglichkeiten der Orgel im Konzertbereich.

Der Frühling rückt die "Königin der Instrumente" in ein neues Licht, zeigt ihre bekannte, vor allem aber auch ihre verborgene Schönheit, Virtuosität und Vielseitigkeit.
Im Orgelfrühling Steiermark begegnet sich ein buntes Publikum aus unterschiedlichen Musik- und Kulturszenen, häufig besteht auch nach dem Konzert noch die Möglichkeit, zusammen zu bleiben und sich bei einem Glas Wein o. ä. auszutauschen.
Durch Shuttlebusse sind Spielorte in den Regionen an Graz angebunden und laden zu entspannten Sonn- und Feiertagsausflügen ein.


Auch wenn wegen der gesundheitspolitischen Situation in 2020 und 2021 keine Konzerte vor Publikum stattfinden konnten bzw. können, beibt das Festival seiner inhaltlichen und programmatischen Ausrichtung durch Kompositionsaufträge, literarische Schwerpunktthemen, Schauspiel- und E-Orgel-Projekte, die Zusammenarbeit mit anderen Kunstsparten oder die Einbindung von Orchesterproduktionen treu.